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Mitgliedsversammlung

Die diesjährige Mitgliederversammlung der Fleischerinnung Hamburg fand am 27. April in Norddeutschlands größtem gewerblichen Autohaus, der Mercedes Benz Niederlassung am Bornkampsweg, statt. Gekommen waren 50 Besucher, über die Hälfte davon aktive und Fördermitglieder.

Die aktiven Mitglieder bestätigten die Jahresrechnung für 2014 sowie den Etatentwurf für 2015. Vorstand und Geschäftsführung wurden entlastet. Bei den Wahlen zum Vorstand wurde dieser für insgesamt weitere drei Jahre einstimmig bestätigt. Als Nachfolger für Leo Osmanski im Stiftungsvorstand wurde das Innungsmitglied Malte Ströming gewählt.

Generalverdacht ausräumen
Als wichtige Themen für das Fleischerhandwerk in Hamburg sprach OM Durst den in der Öffentlichkeit immer stärker spürbaren Generalverdacht gegen Lebensmittelunternehmer, die ausufernde Bürokratie und das latente Nachwuchsproblem an.

Nachwuchs fördern
Viele junge Fleischermeister hätten gar nicht mehr den Antritt, sich selbständig zu machen. Sie seien abgeschreckt von den hohen Kosten, der Vielzahl der Arbeitsstunden, von dem unternehmerischen Risiko und den ausufernden Auflagen der Behörden. Nichtsdestotrotz sei das Engagement der Innungen im Nachwuchsbereich zwingend notwendig. Durst verwies auf die Nachwuchsaktionen in Hamburg und auf die bundesweite Aktion »anders als du denkst«, die auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden wird.

Bürokratie abbauen
Fortgeführt werden soll auch der Kampf gegen Bürokratie und Dokumentationswut. Selbständige Fleischermeister würden im Rahmen des Mindestlohngesetzes gezwungen, wie wild zu dokumentieren, gleich, ob sie sich vorher etwas zu Schulden haben kommen lassen oder nicht. Es sei unverständlich, dass ein kleiner Fleischerbetrieb zur Aufzeichnung der Arbeitszeiten aller seiner Beschäftigten verpflichtet wird, während die meisten anderen Branchen dies nur für ihre Minijobber tun müssen.

Gemeinsam aktiv werden
Neben der anwachsenden Bürokratie würde dem Fleischerhandwerk auch die Konkurrenz durch den Handel zusetzen. Und zwar nicht durch herausragende Leistungen, sondern vielmehr durch Preisdumping und Verbrauchertäuschungen. Um gegen diesen Wettbewerb auf Dauer bestehen zu können, seien gemeinsames Handeln und gemeinsame Aktionen notwendig. In diesem Zusammenhang betonte Durst den Wert der Initiative »So schmeckt Hamburg«, bei der Bäcker, Fleischer und Landwirte für regionale Produkte werben. Darüber hinaus seien
die gemeinsamen Leistungswettbewerbe mit Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern ein Schritt in die richtige Richtung. Insbesondere die FH Nord habegezeigt, dass das Handwerk gemeinsam leistungsfähig sei und in der Lage, die Zukunft aktiv zu gestalten. Durst lobte auch die Initiative zum Zukunftsworkshop Nord, der am 19. Mai in Hamburg stattfindet. Mitglieder aus allen Nordverbänden haben sich hierzu angemeldet.