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Erster Zukunftsworkshop Nord - Wo geht die Reise hin?

Ein Klick und die Drohne liefert mir mein Steak? Vegetarier im Fleischerei Fachgeschäft? Androiden Azubis? Wie sieht die Zukunft des Fleischerhandwerks aus? Am 19. Mai 2015 fand in Hamburg Schnelsen der erste Zukunftsworkshop Nord statt. 24 Teilnehmer setzten sich mit der Frage auseinander, was das Fleischerhandwerk in den nächsten fünf Jahren beschäftigen wird. Die angeregten und lebhaften Gespräche ermöglichten einen zielgerichteten und praxisnahen Austausch. Der Workshop war eine erste Grundlage für den erfolgreichen Weg in die Zukunft.

 

 

 

 

Der Workshop

Durchgeführt wurde der Zukunftsworkshop von Dr. Joachim Drescher (GF Fleischerinnung Hamburg), Katharina Grau (Fleischerinnung Hamburg) und Isabell Dohm (GF Landesverband Niedersachsen Bremen).  „Ich freue mich, dass es so eine gemischte Runde ist und hoffe auf kreative Ergebnisse“, so GF Drescher. Drei Workshops mit unterschiedlichen Themen Schwerpunkten wurden angeboten: „Workshop 1: Fleischer, Genussprofi, Ernährungsberater – ein neues Profil für das Fleischerhandwerk?“, „Workshop 2: Marketingstrategien für die Kunden und Produkte der Zukunft.“, „Workshop 3: Herausforderung Unternehmenskultur: Führungsstile, Mitarbeiter gewinnen und entwickeln“.


Workshop 1

In Workshop 1, durchgeführt von Isabell Dohm, wurden drei Themengebiete genauer behandelt. Vor dem Hintergrund sich verändernder Kundenwünsche wurden Produktideen für die potenzielle Kundengruppe der Flexitarier entwickelt, Snackideen zusammengetragen und über die Vermarktung von Fertiggerichten gesprochen. Dabei war klar: Nicht nur auf den digitalen Wandel muss sich das Fleischerhandwerk einstellen, sondern auch auf veränderte Anforderungen seiner Kunden. Wie sieht das Produkt für den Kunden der Zukunft aus? Welche Kriterien muss es erfüllen? Hochwertiger Braten oder doch vegetarischer Wrap?

Workshop 2

In Workshop 2, durchgeführt von Katharina Grau, wurden Themen zur Umsetzung einer Profilbildung des Fleischerhandwerks behandelt. „Alleinstellungsmerkmale sind in Zukunft unverzichtbar. Fleischerbetriebe müssen ihren Kunden Geschichten erzählen“, so Katharina Grau über die Ergebnisse der Gruppenarbeit. Doch wie gibt man dem eigenen Betrieb ein unverwechselbares Gesicht? Und wie fördert man Beratungskompetenzen von Mitarbeitern so, dass jeder die richtige Geschichte zur dem ganz besonderen Produkt erzählen kann? Die Teilnehmer waren sich einig: Der Austausch mit anderen Betrieben, aber auch ein Blick von außen kann dabei helfen. Fachkräfte für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit werden in Zukunft für eine erfolgreiche Positionierung von Betrieben notwendig sein.

Workshop 3

Dr. Joachim Drescher führte Workshop 3 durch. Die Teilnehmer sprachen darüber, wie man vor dem Hintergrund sich verändernder gesellschaftlicher Strukturen Mitarbeiter finden und sie schlussendlich an das Unternehmen binden kann. Zwei Ideen wurden weiter vertieft: Das Mitarbeiterentlohnungssystem und eine Systematik für Mitarbeitergespräche. „Themen wie Unternehmenskultur und Mitarbeiterführung werden immer wichtiger für das Fleischerhandwerk. In Mitarbeiterentlohnungssystemen und Mitarbeitergesprächen stecken grundsätzlich große Potenziale zur Mitarbeiterbindung“, so Drescher.


Wie geht es weiter?

Im abschließenden Plenum tauschten sich alle Gruppen miteinander aus. Die Moderatoren stellten zusammen mit den Gruppenmitgliedern die Ergebnisse vor. Diese wurden erneut kontrovers diskutiert. Und nach dem Workshop? Weiter machen wie zuvor? Für die Teilnehmer ist klar: Ein kontinuierlicher Austausch ist wichtig. Viele möchten in weiteren Treffen gemeinsam zusammenarbeiten und regelmäßig mit Kollegen über Themen, die das Fleischerhandwerk betreffen, sprechen. Die Landesverbände planen Angebote, um dem Wunsch nach einer Verstetigung der Arbeit gerecht zu werden. Angestrebt werden konkrete Verbesserungen der einzelnen Betriebe.

 

Interesse an weiteren Informationen? Die Fleischerinnung Hamburg steht Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.

Wie finde ich in Zukunft Mitarbeiter?...

... Und wie binde ich sie an mein Unternehmen? In Workshop 3 wurden diese Fragen mit Dr. Joachim Drescher behandelt.